Ausstellungsgrafik: vier Vulven nebeneinander (obere Reihe)

untenrum
verhandelt

Gynäkologien zwischen Wissen und Macht

Wie wird über weiblich gelesene Körper gesprochen – medizinisch, gesellschaftlich, politisch? Welche Geschichten werden erzählt, welche verschwiegen? Wer bestimmt, was als Wissen über Körper, Gesundheit, Reproduktion und Sexualität gilt?

Digitale Fassung der Ausstellung im Medizinhistorischen Museum Hamburg · 17.06.–08.07.2026

Ausstellungsgrafik: vier Vulven nebeneinander (untere Reihe)

Über die Ausstellung

Untenrum verhandelt versammelt studentische Arbeiten aus einem bilingualen Seminar der Institute für Anglistik und Amerikanistik sowie Liberal Arts & Sciences der Universität Hamburg und tritt in Dialog mit historischen Objekten aus der Sammlung des Medizinhistorischen Museums Hamburg.

Zwischen Audioinstallation, Collage, Videoarbeit, Postkarte und Sammlungsobjekt eröffnet die Ausstellung Perspektiven auf gynäkologische Wissensordnungen – und auf die Erfahrungen, Affekte, Widerstände und Leerstellen, die sie begleiten.

Die Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Brust und Mastektomie, Menstruation, Endometriose, Geburt und Hebammenwissen, Klitoris und weiblicher Lust, Periodenapps sowie Formen der Tabuisierung und Aneignung des Körpers. Ausgehend von Ansätzen der Medical & Health Humanities fragt die Ausstellung danach, wie weiblich gelesene Körper „untenrum" verhandelt werden: zwischen Fürsorge und Kontrolle, Sichtbarkeit und Scham, medizinischer Autorität und Selbstbestimmung.