Geburt begleiten: Hebammenarbeit

Hebammen begleiten Menschen durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett – zwischen Hausbesuchen, Vorsorge und Kreißsaal. Ihre Arbeit steht unter zunehmendem ökonomischen Druck.

Im Zentrum dieses Themenbereichs stehen Interviews mit einer Berufsanfängerin und einer langjährig erfahrenen Hebamme: über die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen des Hebammenberufs, unzureichende Vergütung, steigenden Effizienzdruck und die fortschreitende Medikalisierung von Schwangerschaft und Geburt.

Zudem reflektieren die Gespräche die Auswirkungen aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen auf ihre Arbeit.

Audioinstallation

Hebammenarbeit heute: Zwei Generationen im Gespräch

Midwifery Today: Two Generations in Conversation

In zwei Interviews berichten Alissa Al Bahra und Cornelia Fuhr, eine Berufsanfängerin und eine langjährig erfahrene Hebamme, von ihrem Berufsalltag zwischen Hausbesuchen, Vorsorge und Kreißsaal. Sie sprechen über die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen des Hebammenberufs, darunter unzureichende Vergütung, steigenden Effizienzdruck und die fortschreitende Medikalisierung von Schwangerschaft und Geburt. Zudem reflektieren sie die Auswirkungen aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen auf ihre Arbeit.

Alissa Al BahraBerufsanfängerin
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Cornelia Fuhrlangjährig erfahrene Hebamme
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Die Interviews führten Lucie Kindermann, Camille Lemonnier, Julia-Maria Olszewski und Leonie Trunte.

Hebammen-Stethoskop

Midwife's Stethoscope

Monaurales Hebammen-Stethoskop aus lackiertem Holz

Monaurale, also ‚einohrige‘ Stethoskope wie dieses, erlauben mit einfachen Mitteln das Abhören der Herztöne des Ungeborenen. Dazu wird das Hörrohr auf den Bauch der Schwangeren gesetzt und mit dem Ohr leicht angedrückt. Entwickelt wurde es 1895 durch den französischen Arzt Adolphe Pinard. Obwohl die Kardiotokographie (CTG) inzwischen erweiterte Möglichkeiten bietet, findet das Pinard-Rohr bis heute bei Hebammen Anwendung.

um 1920 | Holz, lackiert | Inventar-Nr. 13200

Hebammen-Koffer

Midwife's Bag

Geöffneter Hebammen-Lederkoffer mit Instrumenten, Stoffbeuteln und Alkoholflasche
Aufgerolltes Stoffetui mit geburtshilflichen Instrumenten
Metallkassette mit ausgebreitetem Instrumentenset

Bis weit ins 20. Jahrhundert waren Hausgeburten eher die Regel als die Ausnahme. Hebammen mussten daher mobil sein und an wechselnden Orten zu Hilfe eilen. Der schwere Lederkoffer enthielt die wichtigsten Hilfsmittel für die Geburtshilfe, unter anderem Nahtbesteck, verschiedene Scheren, Thermometer, eine Säuglingswaage, Desinfektionsmittel und Medikamente. Dieses im Handel erhältliche Set wurde zu Lehrzwecken in einer Kieler Hebammenschule genutzt.

um 1950 | Leder | Gottlob Kurz, Wiesbaden | Inventar-Nr. 24501